Für jedes Haar gibt es einen genetischen Plan, wie es wachsen und wann es ausfallen soll. Der natürliche Haarausfall ist also nicht aufzuhalten. Da die Haare des Menschen zwar zyklisch wachsen, dies jedoch nicht synchron tun, ist es von Haar zu Haar unterschiedlich, wann es sich in welcher Wachstumsphase befindet. Grundsätzlich hat jeder zwischen 100.000 und 150.000 Haare auf dem Kopf. Immer wieder liest man, dass es völlig normal sei, etwa 100 Kopfhaare pro Tag zu verlieren. Erst wenn einem deutlich mehr Haare ausgehen, spricht man von Haarausfall, der nicht mehr natürlichen Ursprungs ist.
Laut Experten sind insbesondere männliche Europäer und Nordamerikaner europäischer Abstammung von dem Problem frühzeitiger Haarausfall betroffen, glaubt man Statistiken, leide jeder Zweite in dieser Gruppe daran. Afrikaner und Asiaten hätten demnach weitaus seltener eine Glatze.
Für Haarausfall zeichnen Mediziner mehrere Faktoren verantwortlich: Zum einen Krankheiten wie kreisrunder Haarausfall (die Alopecia areata). Zum anderen kommen Kopfhautinfektionen, Mangelzustände (etwa Mangel an Eisen oder Vitaminen), hormonelle Störungen, Medikamenteneinnahme oder Schwermetallvergiftungen als mögliche Ursache in Frage. Außerdem führen auch Gewebe zerstörende Erkrankungen zu lokalem Haarausfall.
Die androgenetische Alopezie dagegen, also der männliche Haarausfall, lässt sich sowohl auf die genetische Veranlagung als auch den Einfluss von Testosteron (männliches Geschlechtshormon) zurückführen.